Viele gewerbliche Verkäufer bei ebay.de bieten keinen eigenen Versand der Ware an. Sie versenden NUR die Ware, wenn Sie als Käufer eine Spedition beauftragen, die Ware beim Verkäufer abzuholen. Durch die neue Verbraucherrechterichtlinie, die ab dem 13. Juni 2014 gilt, ist der gewerbliche Verkäufer verpflichtet, die Versandkosten deutlich im Online-shop oder in dem Angebotstext zu nennen. Nur so ist ein Preisvergleich möglich. Denn wenn Sie nicht VOR dem Kauf die Versandkosten wissen, dann wissen Sie ja auch nicht, was der Gesamtpreis inkl. Versandkosten ist.

Dazu ein Beispiel.

Wenn bei Verkäufer A das Produkt inkl. Versandkosten 100,00 € kostet,

bei Verkäufer B das Produkt 90,00 € kostet OHNE Versandkosten, was kostet es denn inkl. Versandkosten?

Da kann das vermeintlich preiswertere Produkt ohne Versandkosten am Ende teuer sein zusätzlich Versandkosten, als das Produkt vom Verkäufer A inkl. Versandkosten. Insbesondere bei großen, schweren Produkten, die nur mit einer Spedition versendet werden können, ist Vorsicht bei den Preisen geboten. Ein Händler, der die Versandkosten nicht anbietet, ist unseriös und handelt ab dem 13. Juni 2014 rechtswidrig.

Auch Vorsicht vor gewerblichen Anbietern, die nur Selbstabholung anbieten. Da kann das vermeintliche

„Schnäppchen“ schon mal sehr teuer werden, wer 300 km und mehr zum Abholort fährt, hat nicht nur Spritkosten. Oder hat Ihr Auto keinen Verschleiß?

Wer als gewerblicher Verkäufer keinen Versand anbietet, sollte besser nicht im Internethandel tätig sein.

Da ist die Falle!

 

Wenn Sie eine Spedition beauftragen, eine Ware irgendwo abzuholen, dann geht das Versandrisiko voll zu Ihren Lasten. Das heißt: Sie tragen das Versandrisiko. Deshalb sollten Sie die Ware IMMER über den vollen Warenwert versichern und auch sogenannte versteckte Schäden. Transportversicherungen müssen extra abgeschlossen werden und sind nicht im NUR Transportpreis enthalten.

Aber jetzt bitte aufmerksam lesen:

Die Transportversicherungen zahlen nur, wenn die Ware nach den Vorgaben der Versicherung verpackt wurde. Im Speditionsgewerbe und bei den Paketdiensten gibt es Geschäftsbedingungen, die vorschreiben, wie eine Ware verpackt werden muss. Und da besteht für Sie das Risiko. Wenn nun der Verkäufer, wo Sie die Ware gekauft haben, die Verpackung durchführt, und sie entspricht nicht den Vorschriften der Spedition, des Paketdienst und der Versicherung, dann haben Sie ein Problem im Schadensfall, weil die Transportversicherungen eine Schadensregulierung ablehnen, wegen mangelhafter Verpackung.

Problem erkannt?

Sie sind aber nicht vor Ort und können das nicht kontrollieren. Der Fahrer der Spedition, der die Ware abholt, kann nur grobe Mängel der Verpackung erkennen, und weiß im Regelfall ja nicht, was sich in der Verpackung befindet.

Was sollten Sie tun?

Erkundigen Sie sich unbedingt bei der Spedition, die Sie beauftragen, welche Verpackungsvorschriften für welche Güter/Waren gelten und verlangen Sie vom Verkäufer der Ware, dass die Ware nach diesen Verpackungsvorschriften verpackt wird. Das alles sollten Sie schriftlich vereinbaren. Einen Ofen oder Küchenherd unverpackt auf eine Palette zu stellen und nur mit ein paar Spannbändern auf der Palette festzuzurren, reicht nicht. Der Ofen oder Küchenherd muss so verpackt werden, dass er nicht beschädigt werden kann. Die Palette darf nicht kleiner sein als der Ofen. Das heißt, eine Ware darf nicht seitlich über die Breite und Länge der Palette stehen.

Warum machen gewerbliche Verkäufer so etwas und versenden nicht in eigener Regie die Ware zu Ihnen?

Antwort: Weil sie das Versandrisiko auf Sie, den Käufer abwälzen wollen. Sie müssen davon ausgehen, dass viele dieser gewerblichen Verkäufer bei ebay.de nicht über ein fundiertes Wissen verfügen, wie man eine Ware professionell verpackt. Und weil viele Käufer nicht VOR dem Kauf wissen, was an Transportkosten auf sie zukommt. Oft ist dann das „Schnäppchen“ kein Schnäppchen mehr! Je größer, je schwerer ein Produkt ist, umso höher sind die Transportkosten. Auch die Entfernung vom Standort des Verkäufers zu Ihnen spielt eine Rolle bei den Versandkosten mit einer Spedition. Auch die Kosten des Verpackungsmaterials inkl. einer Palette sind zu berücksichtigen, oder evtl. aufwendige Holzverpackungen, insbesondere für sehr empfindliche Ware. Dies ist oft erforderlich, wenn diese über Seewege transportiert wird. Auch hier gelten besondere Verpackungsvorschriften.

Nach der Verbraucherrechterichtlinie, die ab dem 13. Juni 2014 in Deutschland gilt, ist aber JEDER gewerbliche Verkäufer, der übers Internet Waren verkauft, dazu verpflichtet, die Versandkosten und evtl. Verpackungskosten VOR dem Kauf mitzuteilen. Das  wird aber insbesondere bei ebay.de von vielen gewerblichen Verkäufern nicht gemacht.

Das zum Thema sicher kaufen bei ebay.de

 

Wenn Sie als privater Käufer bei einem gewerblichen Verkäufer etwas kaufen und dieser gewerbliche Verkäufer versendet Ihnen die Ware in eigener Regie, egal ob mit einem Paketdienst oder einer Spedition im Stückgutverkehr oder einer Spedition , die Sonderversand macht, dann trägt IMMER der gewerbliche Verkäufer das Versandrisiko. Das heißt, er haftet für Beschädigungen und den Verlust der Ware. Das kann er auch nach dem BGB nicht ausschließen.

Formulierungen  wie:

Dieser Text stammt von einem gewerblichen Verkäufer bei ebay. Was ist an dieser Formulierung falsch/rechtswidrig?

  • Der gewerbliche Verkäufer haftet gegenüber dem privaten Käufer immer für Transportschäden in voller Höhe des Warenwerts. Der private Käufer hat einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem gewerblichen Verkäufer.
  • Der gewerbliche Verkäufer kann sich den Transportschaden vom Verursacher, dem Transportunternehmen, in diesem Fall der Paketdienst DPD erstatten lassen, wenn die Ware nach den Vorschriften des Paketdienstes oder der Transportversicherung verpackt wurde.
  • Der private Käufer hat auch die Möglichkeit verdeckte Schäden, das sind Schäden die z.B. beim Auspacken der Ware oder beim Benutzen der Ware entdeckt werden, innerhalb von 7 Tagen zu melden.
  • Der Hinweis, dass alle Versandunternehmen mit Tricks arbeiten, stimmt auch, aber dieser gewerbliche Verkäufer arbeitet ebenfalls mit einem Trick, weil er hier rechtswidrige Informationen  an seine Kunden gibt, die dazu führen können, dass der nicht informierte Verbraucher von seinen Rechten im Falle eines Transportschaden keinen Gebrauch macht, weil er durch diese falsche Informationen denkt, das wäre so.
  • Wenn  eine Ware mit einem Paketdienst versendet wird, die teuer war als die maximale Transportversicherung des Paketdienstes, wie hier 520,00 €, dann haftet der gewerbliche Versender/ Verkäufer trotzdem für den entstandenen Schaden, wenn dieser höher ist als 520,00 €. Denndann hätte er die Ware höher versichern müssen oder einen Paketdienst benutzen müssen, wo die Ware zum tatsächlichen Wert versichert werden kann. Dazu das Beispiel: Ist der Warenwert 700,00 €, die maximale Transportversicherung aber nur 520,00 € und die Ware erleidet einen Totalschaden, dann haftet der gewerbliche Verkäufer gegenüber dem privaten Käufer für die volle 700,00 €. Alles geregelt im Bürgerlichen Gesetzbuch, BGB in Deutschland.

 

Für Transportschäden haftet das Versand-Unternehmen, in diesem Fall DPD. Alle Sendungen sind bis 520,- Euro versichert! Um eventuelle Komplikationen im Falle einer Reklamation auszuschließen, prüfen Sie bitte die Ware umgehend und nach Möglichkeit in Beisein des Kuriers. Richten Sie Reklamationen sofort an den Kurier oder verweigern die Annahme einer offensichtlich beschädigten Ware. Bei einer ordnungsgemäßen Annahme einer Sendung kann nicht mehr reklamiert werden. Sollte es dazu kommen, dass die Ware beschädigt ankommt, muß die Originalverpackung aufbewahrt werden und zur Abholung durch DPD zwecks Prüfung freigegeben werden. Die Versandunternehmen arbeiten ALLE mit Tricks, um im Schadensfall nicht haften zu müssen. Bitte berücksichtigen Sie diesen Umstand zu Ihrem eigenen Schutz.

 

Solche falschen, rechtswidrigen Formulierungen finden  Sie immer wieder bei gewerblichen Verkäufern bei ebay.de und anderen Internetverkaufsplattformen und auch oft in den AGB von Online-Shops.

Diese Formulierung ist auch nach der VRRL und dem deutschen BGB nicht zulässig.

 

Ich übernehme keine Haftung oder Ersatzleistungen für Artikel, die unversichert versendet werden und auf dem Postweg verloren gehen.

Wenn der Käufer einen versicherten Versand wünscht, hat er mir dies nach dem Kauf mitzuteilen und die Mehrkosten zu tragen.

Als unversichert gelten i.d.R. Sendungen mit Portokosten die weniger als 5,49€ betragen.

Das angegebene Porto bezieht sich auf den Inlandsversand ohne Inseln.

Versand erfolgt auf Ihr Risiko.

Ich übernehme keine Haftung für Transportschäden oder Verlust der Ware auf dem Transportweg,

sind rechtswidrig.

Auch warnen wir vor folgendem Trick.

Der gewerbliche Verkäufer schreibt:

Ich verpacke die Ware nicht, sie wird unverpackt mit der Spedition übergeben und versendet.

ACHTUNG INFO: Da wir nur unverpackte Ware verkaufen, nimmt DHL und ILoxx diese Ware nicht mit. Die unten aufgeführten Speditionen nehmen unsere Ware unverpackt mit.

Versicherter Versand ist bei Kostenübernahme durch den Käufer selbstverständlich möglich.

Das bedeutet dann, dass die Ware nicht durch die Transportversicherung abgedeckt ist, weil sie nicht verpackt wurde. Und eine Ware mit einer Spedition unverpackt zu versenden, da ist der Transportschaden vorprogrammiert. Auf so etwas sollten Sie sich nicht einlassen. Bestehen Sie auf eine professionelle Verpackung. Trotzdem haftet der gewerbliche Verkäufer für Transportschäden, wenn er in eigener Regie den Versand organisiert hat. Ob Sie dann aber im Schadensfall Ihr Geld zurückbekommen oder die Ware repariert wird, das ist oft zweifelhaft und könnte in einem Rechtsstreit enden.

Es gehört zur einer professionellen Arbeitsweise eines gewerblichen Verkäufers, der übers Internet Waren verkauft, auch die Verpackung und den Transport zu organisieren.

Thema Transport/Versandkosten:

Viele gewerbliche Verkäufer, die übers Internet verkaufen, egal ob über eine eigene Homepage/Online- Shop oder über ebay.de sagen Ihnen VOR dem Kauf nicht den Preis für die Versandkosten. Dazu sind sie aber gesetzlich verpflichtet. Und das kann man auch VOR dem Kauf ermitteln. Die Preise für Paketdienste wie DHL oder Hermes sind leicht im Internet auffindbar.

Auch die meisten Preise für den Speditionsversand sind VOR dem Kauf zu ermitteln. Der gewerbliche Verkäufer muss nur das Bruttogewicht (Ware inkl. Verpackung) und die Abmessungen des Paketes oder der Palette ermitteln und das Empfängerland, dann kann er mit einer Spedition einen Vertrag machen und weiß genau, welche Transportkosten für fast alle Länder dieser Welt entstehen. Auch Zollabfertigungsgebühren, wenn die Ware außerhalb der EU versendet wird, kann man erfahren. Nur der Preis für Inseln und Empfängeradressen wie Hochgebirge sind nicht immer sofort zu ermitteln. Auch hier gilt die Verbraucherrechterichtlinie ab dem 13. Juni 2014.

Wenn eine Ware 98,00 € kostet und das DHL Paket 6,90 € dann sind das noch nicht die tatsächlichen Versandkosten. Denn der Karton kostet in der Regel auch Geld, es sei denn, man verwendet gebrauchte Kartons. Aber das Klebeband gibt es nicht gratis.

Wenn eine Ware wie ein antiker Küchenherd mit einer Spedition versendet werden muss, dann entstehen schnell 50,00 € NUR Verpackungsmaterialkosten. Für eine Palette, Stretchfolie, Spannbänder, Luftpolsterfolie, Klebebänder, Pappkarton. Und die Arbeitszeit für eine professionelle Verpackung,

Dann sind die tatsächlichen Versandkosten innerhalb Deutschland min. 100,00 € brutto.

Als Unternehmen kann man die Verpackungs- und Versandkosten in dem Produktpreis einkalkulieren, also dann Preis inkl. Versand- und Verpackungskosten, oder die Versand- und Verpackungskosten extra berechnen. Also Preis plus Versand- und Verpackungskosten.

Bei ebay.de heißt es oft: kostenloser Versand. Das ist Suggestion, denn das gibt es nicht. Oder kennen  Sie jemanden, der Ihnen Verpackungsmaterialien schenkt und einen Paketdienst oder Spedition der Ware kostenlos befördert? Leider will ebay.de das so. Richtig müsste es heißen. Preis inkl. Versand- und Verpackungskosten.

 

Versand erfolgt von  privaten Verkäufern zum privaten oder gewerblichen Käufer.

In der Regel sind irgendwelche Privatpersonen, die nur einmal oder wenige Mal in Ihrem Leben etwas mit einer Spedition versenden, überfordert. Ihnen fehlt oft das grundlegende Wissen, wie man eine Ware professionell verpackt. Hier haben Sie immer das Risiko, eine Ware nicht professionell verpackt zu bekommen und es entsteht ein Transportschaden. Auch beherrschen viele private Verkäufer die richtige Verpackung mit Paketdiensten nicht. Einen bruchempfindlicher Artikel von den Maßen 350×200 mm kann man nicht in einen Karton quetschen, der die Innenmaße von 355×205 mm hat.

Die Deutsche Post (DHL) bietet immer noch das nicht versicherte Päckchen an. Ware sollte man aber nicht unversichert als Päckchen versenden.

Haftung bei ebay Privatkauf Transportschaden

Ich habe bei ebay von einem privatem Verkäufer einen Designer-Container aus Kunststoff mit Chromrahmen, für meinen Schreibtisch, laut Beschreibung des Verkäufers ohne erkennbare Mängel, für knapp 500,- Euro ersteigert (Neupreis ca.650,- Euro).

Als er hier per Hermes ankam, waren 2 Teile aus dem Kunststoff ausgebrochen und lagen in den Schubladen. Hermes zahlt auf Nachfragen der Verkäuferin nichts von diesem Versandschaden, da sie vermuten, der Container sei nicht sachgerecht verpackt gewesen. Vor dem Versand hatte ich die Verkäuferin per Email extra noch darauf hingewiesen, dass das Material sehr empfindlich sei und entsprechend gut verpackt werden müsse.

Die Verpackung war zwar ordentlich aber nicht sachgerecht. Die Bläschenfolie war nicht ausreichend, sie hätte Styropor nehmen müssen.

Sie behauptet zudem, der Container (ihr Freund sei Zeuge) wäre unbeschädigt auf die Reise gegangen, was ich nicht überprüfen kann und mit Abgabe bei Hermes sei ihr Part und ihre Haftung erledigt.

Bei ebay muß man vorab bezahlen, insofern hat die Verkäuferin nun mein Geld und ich einen kaputten Container, den ich natürlich so nicht möchte.

Auch sie hat sich rechtlich beraten lassen und teilte mir mit, das Versandrisiko sei ausschließlich mein Problem, da ich eine Hol-Schuld hätte und sie sei nicht verpflichtet, mir irgendetwas zu erstatten.

In ebay schrieb sie in ihrem Anzeigetext: Keine Rücknahme, da Privatverkauf.

Ich bezahle viel Geld für einen Artikel, den ich nicht in dem Zustand bekomme, wie ich ihn laut Beschreibung ersteigert habe, noch bin ich dafür zuständig, wie er verpackt wurde.

Warum trage ich nun die Kosten für den Schaden, falls es stimmt, was sie mir über ihre Rechtsberatung schreibt?

Rechtsanwalt Bernhard Müller hat wie folgt geantwortet:

Frage beantwortet am: 15.03.2010
Durchschnittliche Bewertung dieses Rechtsanwalts :

Sehr geehrte Fragestellerin,

in Ihrem Fall handelt es sich um einen Versendungskauf. Dieser ist in § 447 BGB geregelt.
Nach Absatz 1 ging die Gefahr auf den Käufer über, wenn die Ware in ordnungsgemäßem Zustand an Hermes übergeben wurde.

Allerdings haben Sie nach Absatz 2 einen Schadensersatzanspruch, wenn die Verkäuferin ohne dringenden Grund von Ihrer Anweisung abgewichen ist. Hierfür haben Sie die Beweislast. Palandt ?? Rz. 22 zu § 447 BGB.

Sie müssen also beweisen, dass Sie Anweisungen zur Verpackung gegeben haben, dass die Verkäuferin schuldhaft davon abwich und dass die Ware nicht kaputt gegangen wäre, wenn die Ware richtig verpackt gewesen wäre.

Wenn Ihnen dieser Beweis gelingt, haben Sie gegen die Verkäuferin einen Anspruch auf Rückzahlung des Geldes.

Wenn Ihnen dieser Beweis nicht gelingt, haben Sie die Kosten des Schadens tatsächlich selber zu zahlen.

Allerdings stellt sich die Frage, wie die abgebrochenen Kunststoffteile in die Schubladen gekommen sind. Konten diese beim Abbrechen in die Schubladen fallen, oder wurden diese beim Verpacken in die Schubladen gelegt?

Wenn letzteres der Fall ist, dann war die Ware bereits beschädigt, bevor sie an Hermes übergeben wurde und Sie haben einen Anspruch auf Wandlung. (Rückzahlung des Geldes gegen Rücksendung der beschädigten Ware) Auch hier wären Sie beweispflichtig.

Anbei der Text des § 447 BGB

(1) Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort, so geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.
(2) Hat der Käufer eine besondere Anweisung über die Art der Versendung erteilt und weicht der Verkäufer ohne dringenden Grund von der Anweisung ab, so ist der Verkäufer dem Käufer für den daraus entstehenden Schaden verantwortlich.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort helfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Müller Rechtsanwalt

 

Fazit:

Verlangen Sie IMMER von einem privaten Verkäufer eine professionelle Verpackung nach den Verpackungsvorschriften der Paketdienste und Speditionen. Das klären Sie unbedingt VOR dem Kauf ab All das sollten Sie NUR schriftlich verfassen, z. B. in einem E-Mail.

Das Problem ist einfach, dass viele private Verkäufer definitiv überfordert mit einer professionellen Verpackung sind.

Lassen Sie sich evtl. vor dem Versand Bilder von der Verpackung zusenden und bemängeln Sie eine nicht ausreichende Verpackung. Nehmen Sie insbesondere bei hochwertiger Ware, wie einem antiken Ofen oder anderen Antiquitäten, unbedingt mit dem privaten und gewerblichen Verkäufer VOR dem Kauf Kontakt auf und klären Sie alle Dinge des Versandes/Verpackung ab.

Wenn ein privater Verkäufer schreibt, „Ich stelle den Ofen auf eine Palette und versende ihn mit einer Spedition, dann sollten Sie vorsichtig sein. Fragen Sie immer mit welcher Spedition versendet wird und wie der Ofen verpackt wird.

 

Lieferzeiten der Ware.

Da heißt es oft bei gewerblichen Verkäufern bei ebay.de: Die Ware wird innerhalb von 3-6 Wochen mit der Spedition versendet. Für Ware, die lagermäßig beim Verkäufer steht, ist das eine unzumutbare Lieferzeit. Nur für Ware, die evtl. vom Hersteller erst angefordert wird oder extra erst angefertigt wird, sind solche Lieferzeiten vertretbar.

Vorrätige Ware sollte auch umgehend versendet werden, und das dauert niemals 3-6 Wochen in Deutschland mit einer Spedition. Man kann von Regellaufzeiten von 2-3 Werktagen ausgehen. Es gibt sogar viele Speditionen, die bereits am nächsten Werktag nach der Abholung  der Ware fast bundesweit liefern, oft jedoch nur gegen Mehrpreis.

Die neue Verbraucherrechterichtlinie, die ab dem 13. Juni 2014 in Deutschland gilt, verlangt eine klare, deutliche Angabe von Lieferzeiten. Formulierungen wie 3-6 Wochen sind nicht mehr zulässig.